Für Sie getestet: Müritz-Saga
Es scheppert, es kracht, es qualmt, es gibt ein paar zünftige Schlägereien, zarte Küsse und Pferde auf der Bühne: Ende letzter Woche haben wir (Familie Kuhnle - Anmerkung Red.) uns „Teufel, Pest und fromme Worte“ angesehen, den vierten Teil der Müritz-Saga, die noch bis zum 5. September auf der Warener Freilichtbühne gespielt wird. Fazit: Lohnt sich. Die Show hat alles was sie braucht um einen unterhaltsamen Abend zu gewährleisten: Tödliche Gefahren, Action, Liebe, Bruderstreit und Edelmut – alles eingebettet in eine sauber gestrickte Handlung. Wenn auch die Darstellung des Mittelalterlichen Rechlins etwas von der heutigen Zeit abweicht (wir haben inzwischen einen Pastor und unser Bürgermeister ist nun wirklich kein Raufbold wie der Graf von Rechlin) lohnt sich der Weg über die Müritz und vom Hafen auf den Mühlenberg. Wir waren mit je einem dreizehn- und einem vierzehnjährigen Mädchen da, die uns gleich drüber aufklärten, dass die Rolle des Hengstes von einer Stute gespielt wurde. Aber auch Jungs ab etwa acht Jahren haben wegen der vielen Action-Szenen Spaß an dem Ausflug ins Mittelalter.
Die Eintrittspreise sind für Erwachsene in der mittleren Preiskategorie mit 21 Euro zum Aushalten, Kinder und Schüler mit Ausweis zahlen 10 Euro auf allen Plätzen was sehr fair ist. Tipp: Lieber vorher zu Abend essen, vor Ort gibt es nur noch (allerdings leckere) Hamburger und Würstchen, Sitzkissen mitnehmen und eher etwas wärmer anziehen.
Wegbeschreibung für Fußgänger: Vom Stadthafen zum Marktplatz, von da links in die Lange Straße, an dessen Ende rechts abbiegen und der Straße bis durch die Unterführung folgen. Wieder aufgetaucht an der Unterführung entlang Richtung der großen Schnellstraße, vor der Straße links zum Gasthof abbiegen, an dem vorbei, dann links den Berg hoch und dem Weg folgen. (Eine nähere Beschreibung der Handlung finden Sie im ersten Eintrag.)
