Wildrinder und Wildpferde
Eine besondere Attraktion der Döberitzer Heide (siehe auch Eintrag gestern) sind die dort lebenden Wisente (Wildrinder oder europäisches Bison, Bild links: Döberitzer Heide/Tom Maelsa) und Przewlaski-Pferde (Wildpferde, Bild unten links: Döberitzer Heide/Thomas Stephan). Nach der Ausrottung des Auerochsen war das Wisent das letzte wild lebende Rind in Europa. Die stattlichen Pflanzenfresser bringen bis zu eine Tonne auf die Waage und werden bis zu zwei Meter groß. Eine typische Herde umfasst zwölf bis 20 Tiere und bestehen aus Kühen und Jungtieren, die Bullen kommen nur während der Brunftzeit zur Herde. Nachdem die Tiere in den 1920er Jahren vom Aussterben bedroht waren, gibt es heute auch wieder frei lebende Populationen.
Auch die Przewlaski-Pferde oder Takhi - asiatische Wildpferde - sind eine Besondertheit und andernorts nicht mehr zu erleben. Die einzige Wildpferdrasse, die überlebt hat, ist in Freiheit noch seltener als der Pandabär. Zusammen mit Wisenten und Rothirschen sorgen die Przewalsik-Pferde als „natürliche Rasenmäher" dafür, die ökologisch wertvollen Halboffen-Landschaften der Döberitzer Heide zu erhalten. Zu sehen sind die tierischen Landschaftspfleger außer in der Wildniskernzone auch im Schaugehege. (www.sielmann-stiftung.de)
